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Sieben Inhalte, die sich auf einem Info-Monitor in der Geschäftsstelle bewährt haben

Was auf einen Bildschirm im Kundenbereich gehört – und was ihn eher entwertet.

Max Aryus

Ein Bildschirm in der Geschäftsstelle läuft acht Stunden am Tag vor Menschen, die warten. Das ist eine ungewöhnlich gute Ausgangslage: Die Aufmerksamkeit ist da, ohne dass jemand dafür etwas tun muss. Verspielt wird sie meistens durch Inhalte, die niemanden betreffen.

Die folgenden sieben haben sich in der Praxis gehalten.

1. Aktuelle Störungen und Einschränkungen

Der wichtigste Inhalt, und der einzige, der wirklich zeitkritisch ist. Aufzug, Heizung, Wasser, Baustellenzufahrt. Wer das sieht, bevor er am Schalter steht, fragt nicht mehr danach.

2. Angekündigte Arbeiten mit Datum

Heizungsabstellung, Ablesetermine, Rauchmelderprüfung, Gartenpflege. Alles, was Mieter im Voraus wissen müssen, damit sie zu Hause sind oder eben nicht.

Wichtig ist die Angabe, welche Häuser betroffen sind. “Ablesung Nordstadt” hilft niemandem, der nicht weiß, ob seine Adresse dazugehört.

3. Öffnungszeiten und Erreichbarkeit

Klingt selbstverständlich, wird aber oft vergessen. Besonders wertvoll ist die Abweichung: Brückentag, Betriebsversammlung, verkürzte Öffnung. Diese Information sucht man auf der Website und findet sie dort selten.

4. Notdienst und wer wofür zuständig ist

Nicht als Ersatz des Aushangs, sondern als Ergänzung. Auf dem Bildschirm lässt sich das lesbarer darstellen als auf einem Zettel: Wer ist bei welchem Problem der richtige Ansprechpartner, und in welchen Fällen ruft man den Notdienst und in welchen nicht.

5. Ansprechpartner mit Gesicht

Ein Foto, ein Name, ein Zuständigkeitsbereich. Für ein Wohnungsunternehmen ist das einer der wenigen Wege, aus der Verwaltung Personen zu machen. Wechselt in einer Galerie durch, nimmt wenig Platz und wirkt.

Bei Fotos von Mitarbeitenden brauchen Sie deren Einwilligung, und die sollte schriftlich vorliegen.

6. Modernisierung und Baufortschritt

Wer im Bestand baut, hat unzufriedene Mieter. Bilder vom Fortschritt und eine kurze Einordnung, wo das Vorhaben steht, nehmen einen Teil des Drucks heraus. Das ist die Fläche, auf der ein Wohnungsunternehmen zeigen kann, wofür die Belastung gut ist.

7. Wetter und Datum

Kein Inhalt im eigentlichen Sinn, aber ein nützlicher. Ein Bildschirm, auf dem sich etwas bewegt und der die richtige Uhrzeit zeigt, wirkt gepflegt. Einer, der seit Wochen dasselbe Standbild zeigt, wirkt vergessen – auch wenn der Inhalt noch stimmt.

Was eher nicht funktioniert

Lange Texte. Wer vor einem Bildschirm steht, liest Überschrift und erste Zeile. Alles darunter ist Dekoration. Wenn es ausführlich sein muss, gehört es in ein Rundschreiben.

Reine Imagebotschaften. “Wir sind für Sie da” belegt keinen Platz mit Nutzen. Der Bildschirm gewinnt Vertrauen dadurch, dass dort Brauchbares steht.

Fremde Nachrichten. Nachrichtenticker und Börsenkurse gibt es überall. Auf Ihrem Bildschirm sollte das stehen, was es nur bei Ihnen gibt.

Wie oft sollte gewechselt werden?

Als Richtwert: Die Seitenfolge sollte in unter zwei Minuten einmal durchlaufen, damit ein Wartender alles sieht. Und mindestens ein Inhalt sollte sich pro Woche ändern. Nicht weil der alte falsch wäre, sondern weil ein Bildschirm, an dem sich nie etwas tut, aufhört, gelesen zu werden.

Themen: InhalteGeschäftsstelle

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